Wasserdichtigkeit ist ein entscheidendes Merkmal jeder Uhr, ob für den Alltag oder für bestimmte Wasseraktivitäten. Eine wasserdichte Uhr schützt das Innenleben vor Wasser, Staub und anderen Verunreinigungen. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Ihre Uhr wasserdicht bleibt – mit wichtigen Hinweisen und Vorsichtsmaßnahmen.
Die Angaben zur Wasserdichtigkeit verstehen
Bevor wir zu den Vorsichtsmaßnahmen kommen, lohnt ein Blick auf die Angaben der Hersteller:
Water Resistant (wasserbeständig): minimaler Schutz gegen Spritzwasser.
3 ATM / 30 Meter: beständig gegen Regen und Spritzwasser.
5 ATM / 50 Meter: geeignet zum Duschen oder leichten Schwimmen.
10 ATM / 100 Meter: geeignet zum Schwimmen und Schnorcheln.
20 ATM / 200 Meter und mehr: geeignet für professionelles Gerätetauchen.
So erhalten Sie die Wasserdichtigkeit Ihrer Uhr
Lassen Sie Ihre Uhr regelmäßig prüfen
Es empfiehlt sich, die Dichtheit Ihrer Uhr mindestens einmal jährlich von einem Uhrmacher prüfen zu lassen. Dichtungen altern mit der Zeit und müssen regelmäßig ersetzt werden.
Vermeiden Sie Sprungeinsätze und Wassersport
Plötzliche Druckwechsel können Bauteile verformen und die Wirkung der Dichtungen beeinträchtigen; sie können auch einen höheren Druck erzeugen, als die Uhr aushält. Ein Kopfsprung kann eine Uhr einem Druck von bis zu 20 ATM aussetzen.
Heißes Wasser und Chemikalien meiden
Der Kontakt mit heißem Wasser, Seife, Chemikalien oder Parfum kann die Dichtungen angreifen. Nehmen Sie Ihre Uhr vor dem Duschen oder dem Saunagang ab.
Achten Sie darauf, dass die Krone verschraubt ist
Die Krone (der Einstellknopf) muss vor jedem Wasserkontakt fest verschraubt oder ganz eingedrückt sein. Eine nicht richtig gesicherte Krone ist eine der Hauptursachen dafür, dass Wasser in die Uhr gelangt.
Temperaturschocks vermeiden
Plötzliche Temperaturwechsel lassen die Bauteile der Uhr sich zusammenziehen und ausdehnen, was die Dichtheit beeinträchtigt. Wechseln Sie nicht abrupt von einer sehr warmen in eine sehr kalte Umgebung und umgekehrt.
Nach Salzwasser die Uhr reinigen
Tragen Sie Ihre Uhr im Salzwasser, spülen Sie sie danach jedes Mal mit Süßwasser ab. Salz kann Dichtungen und andere Metallteile angreifen und die Dichtheit verringern.
Unter Wasser nichts bedienen
Betätigen Sie unter Wasser weder die Drücker noch die Krone. Dabei kann Wasser in das Gehäuse gelangen, selbst wenn die Uhr als wasserdicht eingestuft ist.
Halten Sie die Uhr nicht direkt unter den laufenden Wasserhahn.
Der Druck des Leitungswassers genügt, um die Dichtheit einer für den Alltag ausgelegten Uhr zu verringern.
Anzeichen für verlorene Dichtheit
Kondenswasser unter dem Glas
Bemerken Sie Kondenswasser im Inneren Ihrer Uhr, ist Wasser eingedrungen.
Beschlag oder Tröpfchen im Inneren
Wassertröpfchen oder Beschlag auf dem Zifferblatt sind eindeutige Hinweise auf ein Dichtheitsproblem.
Unregelmäßiger Gang
Läuft Ihre Uhr nach Wasserkontakt unregelmäßig, hat die Feuchtigkeit möglicherweise innere Schäden verursacht.
Verwenden Sie zum Tauchen nur Uhren, die dafür gebaut sind.

Die Wasserdichtigkeit Ihrer Uhr zu erhalten ist entscheidend, um ihr Innenleben zu schützen und ihre Lebensdauer zu verlängern. Wenn Sie diese Hinweise befolgen und die nötigen Vorsichtsmaßnahmen treffen, können Sie Ihre Uhr uneingeschränkt genießen, auch rund ums Wasser. Denken Sie daran, Ihre Uhr regelmäßig fachmännisch prüfen zu lassen, damit Gang und Dichtheit gewährleistet bleiben.
Mit diesen Maßnahmen bleibt Ihre Uhr in einwandfreiem Zustand, welchen Bedingungen sie auch ausgesetzt ist.